Brecht&Hacks

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Dieter Kraft

Der entkettete Knecht.

Philosophische Perspektiven auf Brecht und Hacks und Hegel

Peter Bäß zum 70. Geburtstag

[Vortrag auf der 2. wissenschaftlichen Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft am 6./7. November 2009 unter dem Thema »Gute Leute sind überall gut. Hacks und Brecht« - Aurora Verlag, Berlin 2010, S. 21 - 35; jungeWelt vom 26./27.11.2009; Vorsicht Hacks! Der Dichter in der ›jungen Welt‹ 1999-2009, hg. von Stefan Huth, Aurora Verlag, Berlin 2010, S. 193 - 207]

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

mein Beitrag hat mehrere Probleme. Das erste davon bin ich selber, denn warum ich als Theologe eingeladen wurde, über die philosophischen Beziehungen von Brecht und Hacks zu Hegel zu referieren, kann ich mir nur mit der Assoziation »Götterolymp« erklären. Hilfsweise vielleicht noch mit Brechts und Hacks’ ungewöhnlich konsistenter Bibelhaftung.

Und schon meine erste Frage, die noch relativ harmlos ist und eher historischer als systematischer Natur, kann ich nicht genau beantworten. Nämlich die Frage: Welchen Hegel lesen die - Brecht und Hacks? Natürlich den ganzen Hegel - wiewohl Hanns Eisler der hohen Meinung war, Brecht habe über einen solchen Scharfsinn verfügt, daß es ihm gegeben war, stets nur das zu lesen, was er für seine Arbeit brauchte.[1]

Und irgendwann brauchte er Hegels »Phänomenologie« und die »Ästhetik« und auch die »Philosophie der Geschichte«, dieses für ihn so »unheimliche Werk«[2]. Und spätestens im »Fatzer« (1926 ff.) ist Hegel ja auch präsent - mit Marx und Lenin und nicht nur mit dem Stichwort »dialektische Tragik«[3]. Aber man kann sich auch irren. Als Ernst Schumacher an seiner Dissertation über Brechts frühe Stücke arbeitete und Brecht begeistert vortrug, daß dieser in »Dickicht« (1921/22 ff.) die »idealistische dialektik hegels« »nachgeholt« hätte[4], notierte Brecht in sein Arbeitsjournal: »dabei kannte ich (...) keine zeile von hegel«[5]. Also irgendwann zwischen 1923 und 26 dürfen wir den Hegel bei Brecht als Arbeitslektüre ansetzen. Und wie das bei Hacks aussieht, werden wir bald von André Thiele erfahren.

Ganz unwesentlich sind solche Datierungen ja nicht, denn sie spielen hinein in die übergreifende Frage, wie die beiden den Hegel lesen. Vermittelt oder unvermittelt? Prima vista oder mit Präjudiz, von Marx - und auch von Engels, was ja noch etwas anderes wäre. Auch Lenin müßte bedacht sein, auch mit seiner Überzeugung: nur wer den Hegel verstanden hat, kann auch den Marx richtig verstehen[6].

Aber nun könnte es auch schon kompliziert werden. Sich Hegel von Marx erklären zu lassen, Marx aber ohne Hegel nicht richtig verstehen zu können - da scheint schon ein handfester Widerspruch auf. Und Hegel wär’s zufrieden. Denn ohne Widerspruch geht bei ihm bekanntlich gar nichts. Er könnte sich auch nicht vorstellen, so gänzlich unvermittelt gelesen zu werden. Es würde sein System verletzen, zu dem die Kategorie der Vermittlung schon im Ansatz gehört. Und so bleibt die Frage: Wer wem?

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Für Hegel ist ja Vermittlung ein Gedankenkonstrukt, das zwar auf die Wirklichkeit zielt und aus ihr erwächst, aber als systematische Kategorie notwendigerweise abstrakt bleiben muß. Auf Vermittlungen läßt sich nicht mit dem Finger zeigen. Ebensowenig, wie sich Widersprüche einfach lösen lassen. Die müssen schon aufgehoben werden. Und selbst dann sind sie nicht einfach weg.

Vermittlung, Widerspruch, Aufhebung - wir stecken schon mitten in der Hegelschen Philosophie, obwohl von der eigentlich noch gar nicht die Rede war. Jetzt fehlt nur noch der Geist, und wir könnten das erste Kapitel schon abschließen. Aber vielleicht ist doch eine Nachbetrachtung vonnöten, Hegel betreffend im Ensemble einer Philosophiegeschichte, die sich über die Jahrtausende formiert hat und längst noch nicht kulminiert. Das wird sie erst am Ende aller Tage. Aber bis dahin werden Vergewisserungen nachgefragt sein. Schließlich geht es in der Philosophie um das Leben selbst - von oben betrachtet.

Das jedenfalls meinten jene, für die man später das Etikett »Idealismus« drucken ließ. Großartige Leute, wie man schon an Platon überprüfen kann. Wir sitzen in einer Höhle und staunen, daß wir nicht nur staunen können, sondern schattenhaft sogar die Welt erkennen in ihrem großen Ganzen. Ein unglaublich eindrucksvolles Geschehen, nur erklärbar dadurch, daß uns Erkenntnisideen irgendwie angeboten werden, von wem auch immer - oder eingeboren, wie auch immer. Oder im Kopf einfach hergestellt. Ich spreche im Zeitraffer und nenne keine Namen zwischen Platon und Kant.

Nun gab es aber schon immer auch Leute, die es in Höhlen nicht aushielten und denen bloße Schatten- oder Transzendentalerkenntnis nicht ausreichte. Die schauten sich die Welt erstmal von unten an. Und dann sahen sie, daß alles irgendwie fließt und immer in Streit und Bewegung ist, und daß man nicht weiß, wie man den Vogel im Fluge zeichnen soll, und daß die Erde ziemlich hart ist und wohl aus kleinen Teilchen besteht. Und nachdem der Materialismus geboren ward, zog sich der Widerstreit durch die Geschichte. Ich kürze wieder ab und sage: Bis Hegel kam. Der nämlich läßt diese Alternativität nicht gelten.

Auch bei Hegel spielt sich alles oben im Kopf ab. Wo denn auch sonst. Wenn wir auf einen empirisch nicht verifizierbaren Gesamtzusammenhang, also auf Totalität aus sind, dann kann man sich nicht vom Kopf auf die Füße stellen. Man kann Totalität nur denken, als Begriff, als Kategorie, als System. Aber jetzt kommt das für Hegel Besondere. Er fragt nämlich nicht »Was kann ich wissen?«, sondern Hegel fragt danach, wie Wissen wird. Das »Werden« ist sein großes Thema - und in ihm verbindet sich nun der Blick von oben mit dem Gewordensein von unten. Die »Phänomenologie des Geistes« hat es mit der Natur und mit der Geschichte und überhaupt mit allem zu tun. Denn das Denken entwickelt sich, durch alles hindurch. Und es entwickelt sich im Algorithmus des Widerspruchs, in steter Bewegung der Aufhebung von These und Antithese; und Synthese darf sich nur nennen, was bereits den nächsten Widerspruch gebiert. Und zu alledem und dieses noch ganz prinzipiell: Alles ist zugleich und überhaupt in seinem Gegenteil.

Das alles ist bekannt, und doch läßt man sich immer wieder faszinieren von der unglaublichen Kraft dieser Systematik, die selbst den Kern der Subjekt-Objekt-Spaltung überwindet, weil das Wahre eben das Ganze ist.

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Auch Marx und Engels waren fasziniert, und dann auch Lenin. Wiewohl eingeschränkt. Doch diese Einschränkung hat es in sich - und sie hatte zur Folge die wiederum folgenreiche Vorstellung, daß sich bei Hegel System und Methode separat beerben ließen. Selbst Lukács und Bloch kamen an dieser Dichotomie nicht vorbei, die von Marx postuliert wird, weil er die brillante Hegelsche Dialektik von dem vermeintlich konservativsten philosophischen System[7] entbunden wissen will. Das muß er auch, jedenfalls nach Maßgabe seines Hegelverständnisses. Und das kommt zu sehr harten Urteilen: Hegel wolle in seiner »Phänomenologie« »beweisen, daß das Selbstbewußtsein die einzige und alle Realität« sei[8].

Liest man Hegel nicht mit Marx, dann kommt man womöglich zu dem umgekehrten Urteil. Denn Hegel will doch gerade zeigen, daß im Selbstbewußtsein »alle Realität« versammelt ist, daß es Selbstbewußtsein gar nicht gäbe ohne die vorlaufende Entwicklung in Natur und Geschichte. Selbstbewußtsein ist nicht einfach da, es kommt her, und es hat keinen anderen Logos als den, der ihm voraus ist. Und keineswegs ist bei Hegel »der Denkprozeß ... der Demiurg des Wirklichen«[9] Im Gegenteil. Der Denkprozeß findet in der Wirklichkeit seinen Demiurgen, die Dialektik des Seins konstituiert das Bewußtsein des Dialektischen.

Engels war in seiner »Dialektik der Natur«[10] ganz nahe dran, diese genuin Hegelsche Erkenntnis aufzunehmen, um Hegel letztlich aber doch vorzuhalten, er habe die »Denkgesetze der Natur und Geschichte aufoktroyiert«[11], und »die Dinge und ihre Entwicklung« seien bei ihm nur »die verwirklichten Abbilder der irgendwie schon vor der Welt existierenden ‚Idee’«[12]. Das kann man von Platon, aber doch nicht von Hegel behaupten.

Für Hegel ist der sogenannte »Geist« ja keine von der objektiven Realität losgelöste, sondern eine sie bestimmende Kategorie. Eine Kategorie, die die allgemeingültigen Prinzipien des Seins in seiner dialektischen Bewegung und also in seiner Struktur und Organisationsform repräsentiert. Und so gesehen ließe sich sogar sagen: Für Hegel ist der Geist das Organisationsprinzip der Materie. Daß dieses Betriebssystem des Seins schließlich auch das Bewußtsein und also die Struktur und Organisationsform des Denkens bestimmt und daß mit der dadurch gewordenen Identität von Sein und Denken nun vom Denken auf das Sein Rekurs genommen werden kann, genauer gesagt: auf das übergreifende Organisationsprinzip des Seins - das ist nun tatsächlich eine grandiose Erkenntnis, die sich durchaus den Satz leisten darf, in dieser erkannten Identität sei der absolute Geist zu sich selbst gekommen.

Hegels Philosophie ist eine Retrospektive des Denkens, das sich in seinem Gewordensein erkennt und sein Werden als Geschichte entdeckt, die mit der Natur anhebt.

Höher läßt sich vom Denken und also vom Menschen nicht reden - aber wohl auch nicht bescheidener. Denn alle Intelligibilität muß nun auf die stolze Behauptung einer autonomen Subjektivität verzichten.

Daß das gesellschaftliche Sein das Bewußtsein bestimmt, ist lediglich ein Derivat der Hegelschen Erkenntnis, daß es kein entbundenes Bewußtsein gibt.

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Das nun ist freilich ein unglaublich hoher Standpunkt, der eine Weltsicht bietet, in der sich Freiheit völlig neu bestimmt, auch weil der Widerspruch von Hause aus ein Wohnrecht hält, das von oben eingesehen werden kann.

Dieser Perspektive haben sich Brecht und Hacks bemerkbar unterschiedlich akkommodiert. Vielleicht nicht gegensätzlich, wohl aber unterschieden in der Wahl des Kontrapunkts und auch des Cantus Firmus. Geschuldet ist das nicht allein der Differenz der Zeit und ihrer Zustände. Brecht und Hacks lesen Hegel auf je ihre Weise. Natürlich auch aufgrund der Differenz der Zeit und ihrer Zustände.

Das widerspiegelt sich bereits im Zugriff auf das Angebot der Dialektik. Der ist bei Brecht geradezu spektakulär, und wir können postum begeistert miterleben, welche Faszination die Entdeckung des Dialektischen auf ihn ausübte. Aber es ist von Anfang an eine »materialistische Dialektik« der Brechts Lob gilt. Und weil für ihn Materialismus gar nicht materialistisch genug sein kann, da man ihn, bekanntlich, muß fühlen und schmecken können[13], hält sich Brecht die Hegelsche Einbindung der Dialektik in den Weltlauf des Geistigen auf Distanz. Brecht liest Hegel mit Marx. In einer seiner Notizen aus den Jahren 32/33 heißt es denn auch: »Marx, der die Hegelsche Technik übernimmt, jene geistreiche Methode, die zu so falschen Resultaten geführt hat. Während die andern, trostloses Schicksal, die Gedanken übernahmen und fortan vergeblich sich selbst zu begreifen suchten, schon deshalb vergeblich, weil sie nichts taten[14]

Über dieses Tun, über Brechts »eingreifendes Denken« ist vielerorts schon alles gesagt worden. Er selbst hat es in seinem Verständnis von Philosophie und in Transformation des Hegelschen »begreifenden Denkens«[15] auf die bündige Formel gebracht: »Die Philosophie lehrt richtiges Verhalten.«[16] Auch wenn es durchaus eine »erlaubte Tätigkeit« sei, »mit dem Denken gewisse Proben anzustellen, die den Materialproben in der Technik gleichen, wo man Stahl zerreißt, um seine äußerste Festigkeitsgrenze zu erforschen.«[17] Aber letztlich seien Begriffe lediglich - aber immerhin - »die Griffe, mit denen man die Dinge bewegen kann«[18].

Daß Dinge noch bewegt werden müssen, hat Hegel freilich nie bestritten, auch wenn ihm gern unterstellt wird, in seiner »Wissenschaft der Logik« habe er das Telos der Weltgeschichte verkündet. Die »Wissenschaft der Logik« schließt aber ganz anders, nämlich mit der Feststellung: »Es sind noch die zwei Welten im Gegensatze, die eine ein Reich der Subjektivität in den reinen Räumen des durchsichtigen Gedankens, die andere ein Reich der Objektivität in dem Elemente einer äußerlich mannigfaltigen Wirklichkeit, die ein unaufgeschlossenes Reich der Finsternis ist.«[19]

Brechts Transformation des »begreifenden Denkens« steht nicht eigentlich in Opposition zu Hegel, auch wenn er die »Räume des durchsichtigen Gedankens« so hoch unmöglich schätzen kann. Metaphysik ist Brechts Sache nicht. Und Hegel denkt natürlich metaphysisch - allerdings in des Wortes präziser Bedeutung, nämlich jenseits jener Kategorien, in denen Empirisches gedanklich verwaltet wird - und die deshalb niemals auf das Ganze gehen können.

Für Hegel aber ist der Begriff der Wahrheit erst eingelöst, wenn es um den »Gesamtzusammenhang« geht, um ein Wort zu benutzen, das für Engels so maßgebliche Bedeutung hat[20] Ein »Gesamtzusammenhang« aber ist niemals konkret. Selbst als Wort ist es eine reine Abstraktion. Und obwohl Marx an dem schönen Begriff »Gedankentotalität« ein Copyright hat[21], Abstraktionen sind ihm eigentlich suspekt[22]. Und Brecht nicht minder. Die Wahrheit muß konkret sein, sinnlich und geistig erfahrbar, denn nur in der Konkretion läßt sich der Widerspruch begreifen, der den Prozeß treibt und die Dialektik in ihrer Bewegung zeigt.

Aber nun wird es schon wieder kompliziert. Denn selbstverständlich übernimmt Brecht mit Marx die Hegelsche Unterscheidung von Wesen und Erscheinung, die schließlich zum Kern der Dialektik gehört. Damit aber müssen sich beide nun doch in jenes Reich der Abstraktion begeben, außerhalb dessen vom »Wesen« gar nicht gesprochen werden kann. Wesen ist immer ein Abstrahiertes, auch wenn es sich konkret definieren und also auf den Begriff bringen läßt.

Brecht hat diese Problematik gesehen. Und er hat sie theatralisch aufbereitet. Seine Verfremdungen dienen ja nicht nur einer aufklärerischen Bühnenpädagogik, er versucht mit ihnen auch jene Herausforderung zu bewältigen, die ihm die Dialektik selbst stellt, nämlich das abstrakte Wesen der Erscheinung zur konkreten Darstellung zu bringen, ohne daß die Darstellung selbst wieder zur bloßen Erscheinung wird. Wunderbar gestaltet in der Doppelrolle der Shen Te in »Der gute Menschen von Sezuan« (1939-41), ein Paradestück, das das Wesen der Kapital-Gesellschaft in der Gestalt des fiktiven Vetters (Shui Ta) buchstäblich in Erscheinung treten läßt, ohne daß der seine Hintergründigkeit verliert.

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Brecht hat uns das große Vergnügen bereitet, an seiner Entdeckung der Dialektik teilhaben zu lassen. Von Hacks wissen wir da bisher weit weniger. Aber man hat ohnehin immer den Eindruck, daß beide eigentlich als Dialektiker geboren wurden. Denn sie präsentieren die »Große Methode« in einer Genuinität, die fast vergessen macht, daß doch Hegel ihr spiritus rector ist. Aber es ist schon so: An Hegel wird niemand zum Dialektiker, dem der Witz der Dialektik nicht zu Gebote steht, von Hause aus. Denn Dialektik ist ausgesprochen komisch, weil der »gesunde Menschenverstand« mit Schlüssen konfrontiert wird, die er nicht erwartet hat. Brecht hat das in den »Flüchtlingsgesprächen« auf die Formel gebracht: »Ich habe ... noch keinen Menschen ohne Humor getroffen, der die Dialektik des Hegel verstanden hat.«[23] Und kurz vor dieser Stelle läßt er seinen Ziffel von der »Wissenschaft der Logik« sagen: »Es ist eines der größten humoristischen Werke der Weltliteratur«[24]. »Den Witz einer Sache hat« Hegel »die Dialektik genannt. Wie alle großen Humoristen hat er alles mit todernstem Gesicht vorgebracht«.[25]

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So listig hat Hacks wohl nie über Hegel gesprochen, und eine »Methode« war ihm die Dialektik auch nicht. Jedenfalls kein Instrument, mit dem er umzugehen gedachte, das ihm einsetzbar erschien. Entdeckerfreude läßt sich bei Hacks auch nicht ausmachen. Irgendwie ist er ohne Hegel gar nicht zu denken. Brecht ohne Goethe schon, wenn auch nicht ohne Schiller, vielleicht auch nicht ohne Luther. An Hegel läßt sich zielgenau anknüpfen, und Hegel läßt sich auch ordentlich expropriieren, unter Umständen und teilweise sogar okulieren. Hacks aber knüpft nicht an Hegel an, er gründet in ihm. Und wo er sich auf ihn beruft, da klingt das meistens so, als würde er sich auf sich selbst berufen.

Hegel hat gesagt: Erst kommt das Genre, dann die Gesellschaft. Punkt. Und von der Akademie-Prominenz der Arbeitsgruppe Dramatik[26] ringt sich vor 27 Jahren niemand zu einem ordentlichen Widerspruch durch und fragt: Warum eigentlich? Im Ohr haben alle Hacks’ theophanes Proömium: »So wie bei einem (...) Drama die Hauptschönheit bereits in seiner Vorgeschichte liegen muß, so liegt die Hauptschönheit dieser Sitzung bereits in ihrer Vorgeschichte. Wir alle haben wieder einmal im Hegel gelesen. Ich glaube, jeder von uns hat sich gewundert, wieviel mehr der Hegel doch wußte, als wir erinnert haben, daß er wußte. Wir haben den Donner dieses Gottes der Dramatik - nicht nur der Dramatik - vernommen ...«[27]

Das nun ist freilich ein ganz anderer Ton, als wir ihn von Brecht zu hören bekommen. Schon gar kein Oberton im Flageolett, eher ein Grundton, dem sich alles zuzuordnen hat. Und dieser Grundton ruht auf einem Fundament, das mit einem Hegelschen Zentralbegriff ausgelegt ist. Und der heißt: »System«. Und Hacks sagt: »Wir haben ein System: Wir haben ein System, das vom Drama nicht weniger verlangt als alles. Wir haben ein System, das kaum etwas vergessen hat. Ich meine, es eignet sich, um uns zu ermöglichen, daß wir unsere Begriffe klären, unsere Standorte bestimmen und Vokabeln definieren ...«[28]

Bei einem Rhetoriker minderen Formats würde man bei soviel »System« von Redundanz sprechen. Bei Hacks aber klingt das geradezu triadisch. Im Kontext geht es um die Systematik des Dramas, die für Hegel darin bestimmt sein muß, »zur Kollision hinzustreben«[29]. Aber wie für Hegel so ist auch für Hacks »System« eine Schlüsselkategorie seiner Ästhetik und des Denkens überhaupt. System heißt Zusammenhang, und weil, wie Hegel sagt, »die wahre Gestalt«[30] der Wahrheit allein im begriffenen Zusammenhang existiert, trägt allein der Begriff ihre Existenz. Und also deshalb: »Begriffe klären«, »Vokabeln definieren«.

Für Hacks sind Begriffe nicht nur »Griffe, mit denen man die Dinge bewegen kann«. Es sind Zugänge zur Wahrheit in ihrer Geschichte, mithin also Zugänge auch zur Geschichte selbst, in der die Dinge, was denn sonst, bewegt werden müssen. Hier hat Hacks’ penibler Umgang mit dem Wort und mit der Wahrheit seinen Sitz im Leben. Und er kritisiert rücksichtslos. Auch Brecht. Weil der »Umfall des Galilei« in Brechts 3. Fassung eben nicht die Ursache dafür sei, »daß der Renaissance eine Periode der Refeudalisierung folgte«, lautet sein Urteil denn auch sehr harsch: »diese rein wissenschaftliche Unstimmigkeit reicht aus, um mir die Freude an einem so glänzend gemachten Stück ganz zu verleiden.«[31]

Hacks Insistieren auf der ganzen Wahrheit des Begriffs und auf dem Begriff der ganzen Wahrheit ist von einer Ästhetik getragen, die in nicht weniger als im System der Weltgeschichte selbst verortet ist. Ein kleinerer Rahmen hält seinen Anspruch auch nicht aus. Aber dieser gebietet das Bewußtsein einer Gleichzeitigkeit, in der die Maßstäbe über die Jahrtausende kommunizieren.

Bezeichnend auch hier die unterschiedliche Hegellektüre von Brecht und Hacks: Warum soll man nicht mit Galilei einen moralischen Imperativ verbinden, der historisch zwar nicht gedeckt ist, dem eingreifenden Denken aber Verbindlichkeit abfordert und Verantwortung, die allergrößte Dimensionen trägt? Weil die Weltgeschichte der einzige Zusammenhang ist, in dem sich der Anspruch der Ästhetik legitimieren kann! Die Maßgaben der Kunst erwachsen aus der Geschichte und schicken sich nicht in die Erfordernisse der Zeit. Es sei denn, einer Zeit, die sich ihrerseits anschickt, Geschichte im allerbesten Sinne aufzuheben.

Hegel wäre begeistert. Und genau hier setzt auch Hacks’ Verständnis von »Klassik« an, die nicht auf Weimar fixiert ist, sondern von der Maßgabe des Übergreifenden, die er freilich, wie bei keinem anderen, bei Goethe findet. »Goethe beweist, daß Kühnheit des Vorgriffs unlösbar verbunden ist mit der Kühnheit zu Rückgriffen.«[32] Hacks geht sogar noch weiter, denn nicht allein Kühnheit bestimmt den Rückgriff, sondern Notwendigkeit. Und ohne Adam und Eva wäre selbst diese nicht gegeben.

Daß Hacks der jungen DDR die alten Griechen einlädt, verdankt sich nicht einem Mangel an neuen Einfällen und auch nicht dem Parteiprotest gegen »Die Sorgen und die Macht« (1959-62, drei Fassungen) und »Tassow« (1961), sondern eben jener übergreifenden Ästhetik, die er mit Vorsatz in die neue Gesellschaft hineinholt. Und dafür hätte er eigentlich einen Hegel-Preis für sozialistische Kulturpolitik verdient.

Während Brecht einen Galilei aus der Geschichte holt, um an ihm die Notwendigkeiten der Gegenwart zu zeigen, stellt Hacks seine Stücke in die Geschichte, um in ihr diese Gegenwart ausrichten zu können, nach hinten und nach vorn. Geschichte bietet mehr als nur Motive. Zitat: »Die Neuzeit ... muß einerseits an den Griechen, andererseits am Kommunismus gemessen werden.«[33]

Es ist diese umfassende Perspektive, die sich mit jener »Gipfelpunktästhetik« verbindet, die Heidi Urbahn de Jauregui bei Hacks so anmutig zu rühmen weiß. Und Mut gehört durchaus dazu, in diesem »unaufgeschlossenen Reich der Finsternis« einen Begriff von »Schönheit« zu behaupten, der sich nur sehr hohen Ganges präsentiert. Hacks hat Brechts Bedenken nicht ignoriert. Sehr wohl gibt es Zeiten, »wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist«.[34] Aber nach Maßgabe der Kunst darf sich die Schönheit durch nichts ramponieren lassen. Nichts gegen »Gewerkschaftsstücke«[35], aber die Kunst darf sich nicht mit dem Ändern begnügen[36]. Ihr Anspruch ist nicht minder als der der Philosophie, die ihre Warte auch nicht verlassen darf, wenn sie die Mühen der Ebene bedenkt.

Diese Spannung zwischen Brecht und Hacks darf man ruhig aushalten. Ihr eignet sogar eine gewisse Schönheit, die sich einstellt, wenn sich auf gemeinsamem Boden Aufhebendes ereignet. Von Brecht wird gern gesagt, er sei ein »Philosoph neuen Typs«. Und der Me-ti versteht sich wohl auch selbst als Weiser. »Weise«, in dieser Bedeutung, ist Hacks nicht, genausowenig wie Hegel, der den Begriff der Philosophie als »Weisheitsliebe« ja gerade überbieten will mit jenem Anspruch, der Philosophie zur Wissenschaft macht[37]. Und Wissenschaft ist rücksichtslos. Wäre Hegel ein Weiser gewesen, er hätte seine »Philosophie der Geschichte« nicht zu Ende gebracht. Brecht hat schon Recht: ein unheimliches Werk, das ganz gelassen zeigt, wie aus Bösem Gutes wird und aus Gutem Böses. Das also zeigt, wie die Geschichte dialektisch prozessiert. Um sie ertragen zu können, bedarf es einer Perspektive, die auf der Geschichte Ganzes geht. Und Hacks Ästhetik richtet sich an diesem Ganz auf.

Das hat auch zu Irritationen geführt, zumal im Reiche des real Politischen. Und zuletzt hat wieder einmal Stalin den Disput bestimmt[38]. Brechts Rede vom »verdienten Mörder des Volkes«[39], Hacks Erinnerung an die Stadt, die er »gerettet hat«[40]. Ich weiß, es gibt verbindlichere Themen, in der Philosophie allemal, allerdings nicht in Hegels. Bei Hegel ist nichts verbindlich, alles wird gebrochen. Und jeder Fortschritt muß auf Harmonie verzichten. Die ist so grimmig wie bei Jacob Böhme. Die »Philosophie der Geschichte« verrechnet nicht mit Schuld und Sühne. Wer Napoleon für »die Weltseele zu Pferde« hält, der folgt der Spur der Entwicklung allein im Großen und im Ganzen. Das kann umschlagen, doch selbst in seinen Negationen bleibt die Welt hernach nicht unverändert.

Auch Hacks wußte, daß ganz große Projekte scheitern können und dennoch nicht erledigt sind. In »Omphale« (1969) geht es schließlich um nicht weniger als um die Emanzipation des Mannes und der Frau von ihrer eigenen Natur, der ihnen gesellschaftlich zugewiesenen. Der Rollentausch ist gar kein Ulk - Herakles, Wolle spinnend in Frauenkleidern, Omphale mit Keule in Löwenfell. Die Römer haben damit vernichtende Spiele getrieben. Und später lachten dann auch die Germanen. Hacks aber läßt aufspielen, weil er diese Zuweisung nicht akzeptiert und als Entfremdung denunzieren will. Das ist nun wirklich ein starkes Stück. Und es scheitert. Nicht wie bei den Alten, die Herakles von seiner Verblendung befreien. Es scheitert an den Verhältnissen, mit Gebrüll, aber nicht vor Lachen. Des Lityerses Todesschrei verschmilzt mit Herakles’ Siegesschrei, der seine Mannesrolle bestätigt und damit die vernichtende Erkenntnis: »Eh ichs weiß, / Bin ich besiegt von dem besiegten Feind«.[41] Und Omphale muß schreien, weil sie gebiert. So viele Rollenzuweisungen und so viele Widersprüche - und unter diesen Verhältnissen lassen sie sich nicht aufheben. Also muß man die Verhältnisse aufheben, die nicht danach sind. Wie hatte Hacks gesagt: die Kunst darf sich nicht mit dem Ändern begnügen.

Und wer wollte in Abrede stellen, daß Hacks sehr wohl ein Eingreifender ist. Doch seine Eingriffe sehen ganz anders aus als Brechts. Hacks setzt keine Aktionen frei, er setzt Maßstäbe. Und die sind unglaublich hoch. Gemessen an der Ebene wirken sie nachgerade verstiegen.

Ein bestimmter »Begriff von der Schönheit« ist »vollständig unabsetztbar«[42], heißt es in »Die Musen« (1979). Und dann kündigt Goethe seiner Haushälterin (Charlotte Hoyer), der nur an einer sauberen Treppe gelegen ist. Da hätte Brecht die Gewerkschaft eingeschaltet. Aber Hacks besteht darauf: eine neue Gesellschaft bedarf, um wirklich neu und nicht nur renoviert zu sein, eines ganz neuen Anspruchs. Wo der fehlt, da kommt sie nicht zu sich selbst. Emanzipation heißt für Hacks, sich von der Herrschaft veralteter Beanspruchungen kategorisch zu trennen.

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Brecht hat mit den Herrschaften ganz andere Probleme. Wer spricht denn von Schönheit, wenn die Gesellschaft verdreckt ist. Erst einmal muß sich der Knecht Matti über diesen Dreck erheben. Dann ist er seinen Herrn Puntila zwar immer noch nicht los, aber befreit ist immerhin schon sein Selbstbewußtsein.

In »Herr Puntila und sein Knecht Matti« (1940) hat Brecht den Hegel programmatisch auf die Bühne geholt. Schon der Titel konnotiert das berühmte Kapitel aus der »Phänomenologie«: Herr und Knecht. Bei Hegel stehen die beiden unter der Rubrik »Selbstbewußtsein«. Und da stehen bekanntlich Sachen drin, die noch heute vom sog. Radikalenerlaß erfaßt werden müßten. Daß die Knechte nur selbständig werden, wenn sie ihre Ketten verlieren[43], und daß es dabei um Leben oder Tod geht, stammt nicht vom Sozialisten Marx, sondern eben vom Bürger Hegel.

Brecht entkettet den Knecht schon einmal, wenigstens intellektuell, indem er darauf abhebt, daß »die geistige Überlegenheit bei ihm liegt«[44]. Und tatsächlich ist der Knecht Matti Herr der Situation. Dabei hilft ihm eine bestimmte Flüssigkeit, die immer wieder jene Transformation hervorruft, die den Herrn als Knecht und den Knecht als Herrn erscheinen läßt. Brecht schenkt Schnaps aus. Und der bewirkt, daß Hegels Kategorie des Selbstbewußtseins ins Schwanken gerät. Der Gutsherr Puntila ist ein selbstbewußtes Ekel, solange er nüchtern ist. Betrunken aber nimmt er das Bewußtsein seines Knechtes an und sagt Wahrheiten, die ihn selbst vernichten müßten.

Das ist nicht nur der spektakuläre V-Effekt, mit dem Brecht hier arbeitet. Brecht arbeitet sich auch hochvergnügt an Hegel ab. Während er Hegels Herr-und-Knecht-Dialektik theatralisch umsetzt und zeigt, daß Herr und Knecht tatsächlich Bedingungskategorien sind, die sich gegenseitig, nicht nur logisch, sondern gesellschaftlich, zur Voraussetzung haben, fällt ihm zu Hegel gleich noch eine Überbietung ein. Er läßt den Herrn und den Knecht in einer Person koinzidieren. Zwar nur im Zustand des Rausches, aber so kann er Hegel mit der wieder listigen Frage kommen, ob sich Selbstbewußtsein tatsächlich nur in der Vermittlung durch ein Fremdbewußtsein konstituiere - oder ob Bewußtseinsvermittlung nicht auch eine Flasche Schnaps leisten könne. Und Brecht tut gerade so, als würde er den Begriff der »Flüssigkeit«, der bei Hegel an dieser Stelle mehrfach vorkommt und auf Prozessualität zielt, ganz wörtlich nehmen wollen - geradezu todernst.

Doch das alles ist mehr als nur Amüsement. Es ist vor allem eine Botschaft, die ermutigen will: Die Verhältnisse sind zwar dreckig, aber eigentlich kann man sie schon mit Kutscherschnaps wegspülen.

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Hacks hat einmal ein ähnliches Medium benutzt. In »Der Müller von Sanssouci« (1957) erleben wir den Großen Friedrich weinend im Musikzimmer, als ihm im Stile des italienischen Barock vorgesungen wird: »Besser noch, der ärmste Sklave / Als durch Schrecken König sein.«[45]. Gerührt geht Friedrich dem Kastraten an den Rock - und ersinnt zugleich einen Plan, wie er seinen Rechtsruhm erhöhen und den Müller dabei benutzen und also erniedrigen kann. Und Hacks schreitet nicht ein. Er läßt ihn gewähren. Und am Ende ist der Müller der Dumme, und der Zuschauer findet das völlig in Ordnung. Dabei klapperte doch nur die Mühle zu laut, was einen König natürlich stört.

Brecht, der dieses Stück noch angestoßen hat[46], hätte sich mit ihm womöglich schwergetan. Natürlich geht es hier auch um die Deutsche Misere, um Untertanengeist und Klassenwiderspruch. Sonst wäre es 1959 wahrscheinlich gar nicht auf die Bühne gekommen. Aber Hacks arbeitet weit subtiler. Es ist nicht nur die Draufsicht auf einen preußischen Konflikt, der friderizianisch gelöst wird. Das Stück ist eine Propädeutik des guten Geschmacks und der notwendigen Haltung. Geradezu ein Stück Politikberatung: Wir messen uns in der DDR nicht mit einem Bürger Müller, sondern mit Friedrich dem Großen. Und tatsächlich werden in diesem »bürgerlichen Lustspiel« alle verlacht - nur Friedrich nicht. Selbst dort, wo er sich, gleich Puntila, berauscht, geht es immerhin um italienischen Barock. Vielleicht war der nicht gerade Ulbrichts Sache.

Brecht will die alten Verhältnisse aufbrechen. Hacks will neue Verhältnisse begründet sehen und stellt das Neue auf den gemeinsamen Boden der alten Geschichte. Da ist ein Hegel am Werk, der ohne Geschichte gar nicht auskommt. Doch diese wird gnadenlos evaluiert. Und beerbt wird allein, was Schönheit und was Größe zeigt, die aufgehoben werden kann und muß in neuer Schönheit und ganz neuer Größe. Auch Hacks entkettet, nun die erhobenen Knechte: von jener Vorläufigkeit, die keine Zukunft haben darf, wenn man Zukunft am Kommunismus mißt.

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Nur einmal hat Hacks Hegel widersprochen - doch was sag ich: auf den Stand der neuen Zeit gebracht. Nicht Napoleon hält er für den »Weltgeist zu Pferde«, sondern - Lenin[47]. Und daß die Kunst könnt absterben, wie bei Marx der Staat, das sieht der Künstler dem Philosophen nach und wünscht es, mit Goethe, der »Lazarett-Kunst« von Herzen[48].

Daß Brecht und Hacks den Hegel so unterschiedlich gelesen haben, ist ein Glücksfall. Einer von beiden wäre uns womöglich abhanden gekommen. Daß Brecht den Lukács nicht mag und Hacks ihn für einen »normengebenden Anführer des Geistes«[49] hält, hat auch etwas mit dieser Lektüre zu tun. Doch nun sind sie alle tot. Und irgendwo las ich: Brecht liegt neben Hegel, Hacks ruht französisch. Und wenn man die richtige Einstellung hat, deucht einem, Versailles ist eigentlich hier.


 

[1] Hanns Eisler, Gespräche mit Hans Bunge. Fragen sie mehr über Brecht, Leipzig 1975, S. 132

[2] Bertolt Brecht, Werke, Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, 1988-1998 (30 Bände), Bd. 26, S. 330 (Arbeitsjournal, 26.02.1939)

[3] Brecht, Werke 10.1, S. 468

[4] Brecht, Werke 27, S. 339 (Arbeitsjournal, 6.12.1952)

[5] Ebd.

[6] Lenin, Werke 38, S. 170

[7] Vgl. MEW 2, S. 203f.

[8] MEW 2, S. 203f.

[9] MEW 23, S. 27

[10] MEW 20, S. 305 ff.

[11] MEW 20, S. 348

[12] MEW 19, S. 206

[13] Brecht, Werke 26, S. 317 (Arbeitsjournal, 12.8.1938)

[14] Brecht, Werke 21, S. 566

[15] Hegel, Werke, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1971 (20 Bände), Bd. 3, S. 56f.

[16] Brecht, Werke 21, S. 562 (Notizen »Kurzer Umriß einer Philosophie« [1932/33])

[17] Ebd., S. 563

[18] Brecht, Werke 18, S. 263 (Flüchtlingsgespräche)

[19] Hegel, Werke 6, S. 544

[20] MEW 20, S. 20

[21] MEW 13, S. 632

[22] Auf den 20 Seiten »Kritik der Hegelschen Dialektik und Philosophie überhaupt« in Marx’ »Ökonomisch-philosophische Manuskripte« (MEW, Ergänzungsband, Teil 1, S. 568-588) fallen 102 Mal die Worte »Abstraktion«, »abstrakt« - dezidiert pejorativ.

[23] Brecht, Werke 18, S. 264

[24] Brecht, Werke 18, S. 263

[25] Ebd.

[26] 18.12.1972

[27] http://www.jungewelt.de/2008/07-05/021.php

[28] Ebd.

[29] Ebd.

[30] Hegel, Werke 3, S.14

[31] Peter Hacks, Werke, Eulenspiegel Verlag Berlin 2003 (15 Bände), Bd. 13, S. 18

[32] Hacks, Werke 13, S. 231

[33] Hacks, Werke 13, S. 228

[34] (An die Nachgeborenen)

[35] Hacks Werke 13, S. 162

[36] Hacks, Werke 13, S. 166

[37] Hegel, Werke 3, S. 14 (Phänomenologie des Geistes, Vorrede)

[38] Vgl. das Nachwort von Kurt Gossweiler zu: Peter Hacks, Am Ende verstehen sie es. Politische Schriften 1988 bis 2003. Nebst dem Briefwechsel mit Kurt Gossweiler1996 bis 2003, hg. von André Thiele und Johannes Oehme, Eulenspiegel Verlag Berlin 2005, S. 202 ff.

[39] Brecht, Werke 15, S. 300

[40] Hacks, Werke 1, S. 305

[41] Hacks, Werke 4, S. 302

[42] Hacks, Werke 6, S. 138

[43] Hegel, Werke 3, S. 151 (Phänomenologie)

[44] Bertolt Brecht, Werke in 5 Bänden, hg. von Werner Mittenzwei, Aufbau-Verlag Berlin Weimar 1975 (2. Aufl.), Bd. 2, S. 341

[45] Hacks, Werke 2, S. 216

[46] Vgl. Werner Mittenzwei, Das Leben des Bertolt Brecht oder Der Umgang mit den Welträtseln, Bd. 2, Berlin/Weimar 1989 (4. Aufl.), S. 601 ff.

[47] Hacks, Werke 13, S. 18

[48] Hacks, Werke 15, S. 97

[49] Vgl. Jens Mehrle, Zur Lehre vom Gemeinsamen Boden, in: Topos 23 (2005), S. 47